©2010 Förderverein Schloss-Museum Wolfshagen e.V. Alle Rechte vorbehalten. Das Schloß (in der Familie nur "Gutshaus" genannt) Wolfshagen wurde als Zweiflügelanlage gebaut, und zwar auf den Fundamenten von drei Renaissance-  Gebäuden, die teilweise auf mittelalterlichen Kellerfundamenten stehen. Die Brücke über den jetzt trockenliegenden Graben ersetzt eine mittelalterliche  Zugbrücke. Die Fundamente des Torhauses wurden bei der Rekonstruktion freigelegt. Im Norden floss die Stepenitz früher mit weitaus höherem Verlauf und  speiste den Wassergraben im Westen, dessen weiterer Verlauf im Süden und Osten unbekannt ist. In vielen Räumen finden sich noch die originalen  Dielenböden aus der Erbauungszeit von 1787. Von den barocken Türen waren nur einige erhalten, wurden aber bei der Restaurierung des Schlosses wieder  nachgebaut, ebenso die Kastenschlösser. Bei der Restaurierung wurden auch längst vergessene und vielfach übermalte Wanddekorationen freigelegt: Im oben  Foyer eine einfache illusionistische Pfeiler-Architektur, in der Kaminstube eine Winterlandschaft, die gut rekonstruiert werden konnte und in einem Raum des  Obergeschosses eine Vase als Architekturornament, ebenfalls im Feld über dem Kamin. In der Kleinen Prinzenstube kamen szenische Darstellungen zum  Vorschein, die auf Buchillustrationen von Chodowiecki zurückgehen, wie sie damals moderne Romane (Sterne: Sentimental Journey; Clarissa; Zwölf Szenen aus  dem Leben eines Lüderlichen) illustrierten. Die als sehr harmonisch empfunden Farbfassungen der Räume gehen auf die originalen Befunde aus der  Erbauungszeit zurück.  Gutshaus